Silvertone Stratotone (Baujahr: 1963)

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Die Geschichte

1963: Der Kassettenrekorder wird erfunden. Agent „007“ besteht derweil im Auftrag seiner Majestät sein erstes Abenteuer auf der Kinoleinwand. Cliff Richards feiert mit seinen Shadows „Summer Holiday“ und in Deutschland schwört ein gewisser Billy Mo „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut.“

In diesem Jahr erblickt auch diese Silvertone Stratotone 1420 das Licht der Rock’n’Roll-Welt, gebaut in Chicago, Illinois, von der Instrumentenschmiede Harmony und gefertigt für die amerikanische Kaufhauskette Sears.

Bei der 1420 handelt es sich um ein Hollowbody-Modell im Les Paul-Shape mit einem Cutaway. Das ultra-leichte Instrument ist mit einem schwarzen Finish deckend lackiert. Der Korpus ist mit einem Binding aus weißem Celluloid versehen, das Instrument ist zudem mit einem schön geschwungenen Schlagbrett aus weißem Kunststoff ausgestattet.

Die Kopfplatte trägt das typische Silvertone-Logo, links und rechts verrichten je drei geschlossene Mechaniken ihren Dienst. Der Dreipunkt-verschraubte Hals mit einem kräftigen C-Profil, trägt ein schönes Palisander-Griffbrett mit 20 Bünden, das mit Dot-Inlays verziert ist. Die Saiten laufen von einem geschwungenen Saitenhalter über eine höhenverstellbare Bridge aus Palisander.

Für den guten Ton sorgen hier zwei Mini-Humbucker aus dem Hause DeArmond die gerne „Motel Soapbar“ oder „hershey bar“-Pickups genannt werden und für ihren klaren „Twang“-Sound berühmt sind. Sie werden mit einem Dreiweg-Wahlschalter angesteuert, der zwischen je zwei „Cupcake“-Potis liegt, die für die Regelung von Volume und Tone zuständig sind. Natürlich authentisch aus schönem, schwarzen Bakkelit!

Fazit: Ein unverwechselbares Instrument mit tollem Sixties-Flair.

Technischer Zustand

Ich habe die Gitarre überarbeitet und eine Klusen-Mechanik montiert. Ansonsten ist sie zu 100% Original, sogar die Tonabnehmer und die Elektronik. Das Instrument ist mit neuen 13er Saiten bestückt, somit klingt sie wuchtig trotz 612er Mensur. Eine sweet Cheapo.