Rodebald Hoyer Bolero

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Die Geschichte

Das vorliegende Instrument ist im typisch amerikanischen Archtop-Stil im damaligen „Westdeutschland“ gefertigt und wurde über das Münchner Musikhaus Lindberg vertrieben.

Das Instrument ist aus massiven Hölzern (Fichtendecke; Boden und Zargen aus Ahorn) mit einer Korpusgrösse von 16“ Zoll gebaut. Die schön ausgearbeiteten Fichtendecke trägt nicht nur ein Schallloch, sondern auch zwei schöne F-Löcher, deren ovale Enden von den frühen Fünfzigerjahren bis 1961 in dieser Form als Standard gebaut wurden. Die Konstruktion mit drei Schallöffnungen wird ausschließlich in den Fünfzigerjahren gebaut - die Gitarre lehnt sich damit an bekannte Modelle wie „Samba“ oder „Jazzstar“ an.

Korpus und Hals sind mit einer dünn ausgeführten Nitro-Lackierung versehen und mit mehrstreifigen Bindings eingefasst. Das Griffbrett weist einen Nullbund auf, die Lagen sind mit Block-Inlays sehr schön gekennzeichnet. Die Saiten laufen über einen Steg aus Holz und eine, für jene Zeit typische, Saitenhalterung aus Metall. Die Kopfplatte ist im Stil der Fünfzigerjahre gestaltet. Weiße Kunststofflügel an den Mechaniken verrichten hier brav ihren Dienst.

Technischer Zustand

Ich habe die Gitarre mit Wagner 6230 neu bundiert.
Der Hals ist jetzt schnurr gerade.
Geschliffene Thomastik 012 runden den sehr lauten Ton ab.
Unter dem Schlagbrett sind deutliche Gebrauchsspuren und der Boden ist von diversen Gürteln gezeichnet.
Insgesamt muss diese Schöne Ihr Geld auf den Bühnen verdient haben.