Kay Archtop (Baujahr: 1955)

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Die Geschichte

Die Geschichte der Kay-Gitarren beginnt mit der Groeschel Mandolin Company in Chicago, Illinois. 1923 übernimmt Henry Kay Kuhrmeyer die Geschicke der Firma und beginnt unter eigenem Namen Gitarren, später auch Verstärker zu bauen. Kay gehört zu den ältesten und angesehensten Herstellern elektrischer Gitarren in Amerika, ab den Dreißigerjahren unter dem Namen „Kay Musical Instrument Company“. 1964 wird der Produktionssitz nach Elk Grove Village in Illinois verlegt, wenige Jahre später wird das Unternehmen von Valco gekauft.

Das hier vorliegende Instrument erinnert in seiner Bauform an die Gibson „Advanced“ L-5: ein rein akustisches Archtop-Modell ohne Cutaways. Gefertigt ist die Kay in der Kombination von Boden und Zargen aus schönem Wölkchen-Ahorn ( laminiert) und einer feinmaserigen, gewölbten Decke aus Fichte ( massiv), die zwei weit geschwungene F-Löcher zieren. Der Korpus ist mit einem schwarz/weißem Binding eingefasst.

Die Saiten laufen über einen metallenen Saitenhalter und einen höhenverstellbaren Steg aus Palisander zur typischen, großen Kopfplatte - die bei Kay je nach Fertigungsjahr übrigens verschiedene Formen aufweisen kann - und die einen weißen Kay-Schriftzug trägt. Rückseitig sind jeweils „3-on-plate“-Tuners mit weißen Kunststoffknöpfchen angebracht. Der Hals ist aus Mahagoni gefertigt und ebenfalls mit einem Binding verzierten Griffbrett aus Palisander versehen, das einen Spielkomfort von 19 Bünden bietet und mit großen Dots die Lagen anzeigt.

Ein weißes Schlagbrett aus Kunststoff schützt das Finish, das hier in einem in geschmackvollen Tobacco-Burst ausgeführt ist. Mit ihrem Erscheinungsbild orientiert sich diese Kay – gebaut vermutlich Mitte der Fünfzigerjahre – ganz dem Schönheitsideal amerikanischer Archtops.

Zu den bekanntesten Kay-Playern gehören: Barney Kessel, Jimmy Page und Jack White.

Technischer Zustand

Ich habe den Hals neu und im richtigen Winkel eingesetzt, anschließend habe ich ihn abgerichtet.
Das Griffbrett ist mit Wagner 6230 neu bundiert.
Der Klang ist sehr perkussiv, offen und in allen Lagen gleichmäßig.
100% original.