Höfner 457 Joe Pass

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Die Geschichte

Aus dem deutschen Traditionsunternehmen Höfner, 1887 in Schönbach vom Geigenbaumeister Karl Höfner gegründet, stammt diese Gitarre. Das Modell 457 – seinerzeit in „blond“ oder wie hier in „sunburst“-Lackierung erhältlich, ist mit einer gewölbten, massiven Fichtendecke gebaut (ihre Schwester „456“ hatte eine Decke aus Ahorn), sowie Zargen und Boden aus Ahorn, zumeist „bookmatched“, ohne Zierstreifen gefügt. Die Korpusbreite beträgt 16 Zoll. Das Instrument ist mit einem venezianischen Cutaway für guten Spielkomfort in hohen Lagen versehen. Die gewölbte Decke ist mit schönen F-Löchern gestaltet, die, wie auch der Hals und der Korpus (an Vorder- und Rückseite) mit einem hellen Binding verziert sind. Der Steg ist aus Palisander gefertigt und höhenverstellbar.

Der Hals wurde fünfteilig aus Ahorn und Mahagoni verwindungssteif gebaut und trägt ein schönes Palisander-Griffbrett; Block-Inlays weisen dem Spieler die Lagen. Das Griffbett ist mit einem Nullbund ausgestattet und bietet dem Spieler 22 Bünde. Die geschwungene Kopfplatte ist hier besonders schön mit Perloid und Tortoise verziert, eine kleine „Glocke“ verbirgt den Zugang zum Halsstab. Jeweils drei offene Mechaniken mit weißen Kunststoffknöpfchen zu jeder Seite verrichten ihren Dienst. Mit ihrem Erscheinungsbild orientiert sich diese Höfner 457 – gebaut zwischen 1952 und 1994 –ganz dem Schönheitsideal amerikanischer Archtops.

Die Saitenhalterung inklusive Feder-Tremolo-System, als auch der Pickup (mit Poti zur Regelung) sind nachträglich montiert worden.

Zu den prominentesten Höfner-Spielern gehören Paul McCartney, Attila Zoller und Jazz-Legende Joe Pass, der auf dieser Gitarre gespielt hat (siehe Foto).

Technischer Zustand

Diese 457 von Höfner hat diesen typischen Höfner Klang: warm, sanft und brilliant in allen Lagen.
Sie ist sehr leicht.
Bei ihr konnte ich auf eine Neubundierung verzichten da der Hals sich sehr gut einstellen lässt.
Selbst nach den Umbauten wie Tonabnehmer und Tremolo, die sehr fachmännisch ausgeführt wurden, spürt man den Charme den sie versprüht.
Das muss Joe Pass auch gespürt haben.