Herrnsdorf Lapsteel - 8 String

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Herrnsdorf Lapsteel - 8 String Herrnsdorf Lapsteel - 8 String

Die Geschichte

Fast drei Jahrzehnte bestimmt die Hawaiian Music den Musikgeschmack des amerikanischen Festlandes bis weit in die Nachkriegsjahre. Ob Ukuelele oder die Hawaiian Steel Guitars – alle lieben den „Aloha!“-Sound des pazifischen Inselstaates.

Bei dem vorliegenden Instrument handelt es sich um eine 6-seitige Variante einer Lap Steel (die gängigsten Modelle haben 6, 8 oder 10 Saiten) mit 18 Bünden, die vermutlich Mitte der Fünfzigerjahre in Markneukirchen in der von Gustav Herrnsdorf 1965 gegründeten Musikinstrumentenschmiede entstand. Auch andere Hersteller in Deutschland widmen sich in den Fünfzigern und Sechzigern diesen Instrumenten wie Otwin, Höfner, Roger, Framus und Hoyer.

Mit wundervoll grüner Perloid-Oberfläche, einer hübsch gravierten Seitenabdeckung aus Metall und einem mit schlichten Dot-Markierungen geschmückten Griffbrett überzeugt die Herrnsdorf Lap Steel Guitar durch schlichte Eleganz. Gestimmt wird eine Lap Steel Guitar in der Regel in einer offenen Stimmung (oft Dur oder 6er), gespielt wird mit einem Stahlstab (Steelbar) oder auch einem Slide aus Metall oder Glas, die Saiten werden in der Regel mit metallenen Fingerpicks gezupft. Das Instrument ist mit einem Piezo Tonabnehmer bestückt der über einen auf einem kleinen Schlagbrett montiertem Poti geregelt wird. Wie alle Lap Steels wurde auch diese seinerzeit natürlich verstärkt gespielt, um sich gegen die Bläser der Big Bands durchzusetzen.

Zu den prominentesten Hawaiian-Music-Spielern gehören Frank Ferera, Jerry Byrd, Jerry Douglas, Bob Brozman und John Butler.

Technischer Zustand

Mein nächster Schritt in Sachen Lapsteel.
Ich habe einen Rellog-Pickup montiert und die Dioden gegen eine Klinkenbuchse getauscht.
Auch diese ist für ein C6 Tuning besaitet.