Guild Starfire IV (Baujahr: 1966)

IMG0612 copy
Front Back Detail 1 Detail 2 Detail 3 Detail 4

Die Geschichte

1966: Die Rock-Musik wird psychedelisch: die Rolling Stones gehen mit „Aftermath“ an den Start, die Beach Boys produzieren „Pet Sounds“ und Eric Clapton formiert mit John Mayall in London die legendären Bluesbreakers.

Im gleichen Jahr verlässt die vorliegende Starfire die Guild-Fabrik in Hoboken, New Jersey, wo man sich neben dem akustischen Gitarrenbau auch mit elektrischen Instrumenten beschäftigt. Die Starfire, die auch in Sunburst-Lackierung erhältlich ist, hat eine herrlich geschwungenes Raised-Headstock mit „Guild“-Schriftzug und Verzierung aus Perlmutt, der Hals hat ein Griffbrett aus Palisander mit schlichten Dot-Inlays. Für die Fertigung des Korpus gibt es seinerzeit mehrere Varianten, so gibt es Modelle aus Ahorn (meist für Sunburst-Lackierungen) oder wie hier vorliegend aus Mahagoni, das ein transparentes Finish erhält.

Die beiden Guild-Humbucker in typischer 60’s-Optik werden mit einem Dreiwegschalter angewählt und mit je zwei Potis für Volume und Ton geregelt. Das Instrument hat dazu ein Guild-Bigsby-Tremolosystem und ist mit dem für Guild typischen „Stairstep“-Pickguard (fehlt hier) ausgerüstet. Der Hals entspricht mit 43 mm Breite am Sattel den Anforderungen moderner Gitarristen – bis heute. Die Mensur beträgt in der Regel 629 mm oder 24 ¾“, und wird damit gerne mit den Gibson-Instrumenten der Baureihe ES-335 verglichen.

Zu den bekanntesten Starfire-Playern gehören Jim Weider (The Band), „Gentleman“-Gitarrist Bert Weedon, der irische Blueser Eamonn McCormack und Greatful-Dead-Mastermind Jerry Garcia.

Technischer Zustand

Ich habe die Gitarre mit Wagner Bunddraht 6230 neu bundiert. Den Sattel habe ich aus Vintage Bone angefertigt. Die Brücke, von mir persönlich aufgesetzt, ist eine Gibson ABR mit schmal gesägtem Holzfuß. Der Halsrücken wurde abgeschliffen und abgespielt, was sich sehr angenehm anfühlt. Die Mechaniken sind Schaller M6 aus den ‘70er Jahren. Wie üblich sind die beiden Tonabnehmer in der Mittelposition „Out-Of-Phase“ geschaltet. Der Lack der Vorderseite hat im unteren Bereich kräftige Spuren. Die Gitarre spielt sich traumhaft, das Tremolo funktioniert geschmeidig. Von dieser Gitarre werden deutsche Gitarrenbauer der `60er Jahre geträumt haben wenn sie Semi‘s bauen wollten.

Preis auf Anfrage