Gibson L50-1

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Die Geschichte

Zwischen 1932 und 1971 gefertigt, gehört die L-50 zu den beliebten, weil preiswerteren, Archtop-Modellen aus dem Hause Gibson. Ursprünglich mit einem 14¾” Korpusmaß gebaut, erhält das Instrument Mitte der Dreißigerjahre das gleiche 16“ Zoll Korpusmaß wie ihre große Schwester L-4. Das Instrument ist mit laminierten Boden und Zargen aus Ahorn, sowie einer schön geschnitzten Fichtendecke gebaut. Aufgrund ihrer Korpusmaße war das Instrument dazu prädestiniert, sich in Jazz-Formation und Big Bands Gehör zu verschaffen.

Im üblichen Archtop-Stil ist die Decke mit zwei F-Löchern gestaltet, Hals und Korpus sind mit einem Binding aus weißem Kunststoff versehen, auf der Decke ruht ein Steg aus Holz, das Schlagbrett ist im 5-Ply-Stil ausgeführt. Der Hals ist aus Honduras-Mahagoni gefertigt mit einem Rosewood-Griffbrett, in dem ein von der Kopfplatte aus zugänglicher Stahlstab für die Justierung sorgt. Das Griffbrett ist mit den typischen Gibson-Trapez-Inlays aus Perlmutt verziert. Die Mensur beträgt anfangs 24¾” Zoll, später 25 ½ Zoll. Die markante Kopfplatte ist mit dem schönen Gibson-„Script Logo“ versehen. Die Mechaniken waren ursprünglich Kluson Deluxe mit „tulip buttons“. Das Instrument ist in einem herrlichen, originalen Tobacco-Burst ausgeführt.

Technischer Zustand

Seriennummer 31759 auf dem Boden. 
Sogar die Bünde sind noch original. Der alte Nylon-Sattel auch. 
Der Lack ist wunderbar tief und gekräckelt.
Die Mechaniken sind gegen neue Klusen getauscht.
Ein Riss am oberen F-Loch ist geleimt. 
Jemand hat wohl einen Pickup auf die Deckenmitte montiert und wieder entfernt.
Das schwarze 4-Layer-Pickguard ist wie das einer L5.
Diese Gibson ist deutlich sensibler und prelliger als die Gretsch New Yorker.

Baujahr: Ende 1950er Jahre