Gibson ES 330 VSB (Baujahr: 1965)

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Die Geschichte

1965: Die ersten „Mofas“ knattern auf deutschen Straßen, ein Liter Benzin kostet 57 Pfennige. Die Rolling Stones belagern mit „(I Can’t Get No) Satisfaction“ zehn Wochen lang die britischen Charts, die Beatles kontern erfolgreich mit „Help“. Und in Deutschland schmettert Drafi Deutscher „Marmor, Stein und Eisen bricht.“

 

1965 fertigt Gibson diese ES-330. Im Gegensatz zu der optisch sehr ähnlichen ES-335 handelt es sich um zwei grundverschiedene Instrumente: Die ES-330 ist im Gegensatz zu ihrer Schwester eine „fully hollowbody“, also konstruktiv gesehen eine Archtop-Gitarre und keine semiakustische Gitarre. Die Abkürzung „ES“ verwendet Gibson seinerzeit allgemeingültig für die Begriffe „Electric“ und „Spanish“.

Das Instrument mit gewölbtem Korpus aus Ahorn, eingearbeiteten F-Löchern und einem Hals aus Mahagoni, ist im Gibson-typischen Sunburst ausgeführt und wurde im Gegensatz zu den einfachen Dot-Inlays auf dem Griffbrett mit den hochwertigeren Block-Inlays ausgestattet. Technisch betrachtet verfügt die ES-330 über zwei einspulige P-90-Pickups, im Gegensatz zur ES-335, die zwei mit Humbuckern bestückt ist. Die Tonabnehmer werden mit einem Dreiwegschalter („toggle switch“) und je einem Volume- und Tone-Regler angewählt und geregelt. Die Saiten werden am unteren Ende von einem Trapeze-Tailpiece gehalten und laufen über die von Gibson patentierte tune-o-matic-Bridge. Die Kopfplatte am anderen Ende trägt den modernen Gibson-Schriftzug. Spätere Modelle sind auch in den Finishes wie Walnuss, Schwarz oder Cherry erhältlich. Die ES-330 erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und ist bis heute im Sortiment des amerikanischen Traditionsherstellers.

 

Zu den prominentesten ES-330-Spielern gehör(t)en Stones-Gitarrist Brian Jones, Jazz-Ikone Grant Green und Blues-Legende B.B. King - aus der Zeit vor seinem ES-335 Signature-Modell.

Technischer Zustand

Preis auf Anfrage