Framus Jazz (Baujahr: 1958)

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Framus Jazz Framus Jazz Framus Framus

Die Geschichte

1958: Die Everly Brothers sehnen sich mit „All I Have To Do Is Dream“ nach einer schöneren Welt, Chuck Berry schwärmt von „Sweet Little Sixteen“ und Elvis Presley vom „Jailhouse Rock“, während er seinen Wehrdienst in Deutschland ableistet.

In der Erlangener Gitarrenwerkstatt von Framus (= Fränkische Musikindustrie) von Fred Wilfer entstehen im Jahr 1958 neben Geigen, Cellos, Kontrabässen, Wandergitarren, Mandolinen und Banjos vor allem Elektrogitarren, die so klangvolle Namen tragen wie „Hollywood“, „Amerikana“ oder - für den deutschen Markt - „Peter Kraus Deluxe Elektra“.

Das vorliegende, halbakustische „Jazz“-Modell ist mit seiner gewölbten Decke, eingefasstem F-Loch und schönem Seitenhalter ist den amerikanischen Archtop-Gitarren der damaligen Zeit nachempfunden. Die Framus Jazz verfügt zudem über eine reiche Ausstattung mit Perlmutt-Einlagen auf Kopfplatte und Griffbrett, über ein Korpus- und Hals-Binding sowie ein auffälliges Schlagbrett. Damit entspricht man ganz dem opulenten Schönheitsideal der späten Fünfzigerjahre. Von der technischen Seite genügt das Instrument mit einem Cutaway, zwei regelbaren Tonabnehmern und einem Tremolo-System den höchsten Ansprüchen für den modernen Musiker der damaligen Zeit.

Zu den prominentesten Künstlern die semiakustische Framus-Gitarren spielten gehören Attila Zoller, Volker Kriegel und Billy Lorento.

Technischer Zustand

In meiner Werkstatt sind der Kopf verleimt, der Hals neu eingesetzt und die Bünde erneuert worden. Die Mechaniken sind Schaller M6. Die Brücke ist neu und aufgedoppelt.
Klanglich unterscheidet die Framus sich deutlich von dem klassischen deutschen Holzton.

Sie klingt warm und differenziert, schön in den Höhen.
Ich habe die Gitarre von Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) erworben.

Preis auf Anfrage