Framus 5/117-52 Caravelle Thinline

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Framus 335 Framus 335

Die Geschichte

In der Erlangener Gitarrenwerkstatt von Framus (= Fränkische Musikindustrie) von Fred Wilfer entstehen ab 1946 neben Geigen, Cellos, Kontrabässen, Wandergitarren, Mandolinen und Banjos auch Elektrogitarren, die Mitte der Sechzigerjahre so schwungvolle Namen wie „Fret Jet“ tragen oder wie bei diesem Instrument dem französischen Düsenflugzeug „Caravelle“ Tribut zollen.

Dieses Thinline-Modell, das vermutlich in der Bubenreuther Framus-Werkstatt gebaut wurde, ist mit seiner gewölbten Decke den amerikanischen Semiakustik-Gitarren der damaligen Zeit nachempfunden. Die Gibson ES-335 dürfte hier Pate gestanden haben. Im Unterschied zu ihr besitzt die Caravelle jedoch einen komplett geschlossenen Korpus, das F-Loch ist lediglich als Dekoration aufgebracht und hat keine klangliche Funktion. Der laminierte Korpus ist mit einem dekorativen Binding eingefasst und mit zwei gespiegelten Cutaways im venezianischen Stil versehen, die hohen Spielkomfort bieten und in der damaligen Zeit als modern und „chic“ gelten. Die Caravelle besitzt schlicht-elegante Fatures wie Dot-Markierungen auf dem Griffbrett und das typische Schlagbrett mit graviertem Firmen-Logo. Zudem genügt das Instrument, mit zwei Tonabnehmern und einem Framus-Bigsby-Tremolo-System modernsten Ansprüchen für den ambitionierten Musiker der damaligen Zeit. Die Produktion wird Mitte der Siebzigerjahre dennoch eingestellt.

Zu den prominentesten Künstlern die Framus-Gitarren spiel(t)en gehören Jan Akkermann, Volker Kriegel und Billy Lorento.

Technischer Zustand

Ich habe die Bünde (6230) erneuert.
Die Mechaniken sind ausgetauscht gegen Schaller M6.
Die Klinkenbuchse ist ausgetauscht.
Die Framus Pickups dieser Gitarre sind berühmt für ihre Durchsetzungskraft und Wärme.
Was in Asien heute hergestellt wird, auch in höheren Preislagen, kann sich mit diesem Charme nicht messen, den diese deutschen Gitarren ausstrahlen. DIe Tonabnehmer sind Bill Lawrence True-Sound.