Dobro Duolian D35 (Baujahr: 1967)

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Die Geschichte

Blues-Kenner erfasst beim Namen „Dobro“ ein Gefühl aus Ehrfrucht und Freude. Die Geschichte dieses Instrumenten-Typs birgt die Erfolgsgeschichte der tschechoslowakischen Brüder Dopyera, die um 1928 in Kalifornien aus „Dopyera Brothers“ den Firmennamen „Dobro“ extrahieren und fortan Resonatorgitarren vertreiben. Durch die Übernahme des Mitbewerbers National firmieren beide Unternehmen ab 1932 unter dem Namen „National Dobro Corporation“. Auslöser für den Boom der Resonatorgitarren ist die in den USA ungemein populäre Hawaiian Music und das damit verbundene Slide-Spiel. Zugleich entdecken vor allem Blues-Player diese ungemein lauten Instrumente für sich.

Die ersten Resonatorgitarren sind Square-Neck-Modelle, die mit ihrer erhöhten Saitenlage für das Bespielen von oben mit einem Gleiteisen konzipiert sind. Parallel gibt es Round-Neck-Modelle wie das hier vorliegende für die herkömmliche Spielweise. Wie in den Zwanzigerjahren werden auch heute die Instrumente mit Metallkorpussen aus Stahlblech oder Messing gefertigt und anschließend verchromt - und wie hier mit Motiven aufwändig verziert.

Auf der Vorderseite sind im oberen Korpusbereich die typischen F-Löcher ausgestanzt, im unteren ist der „Cone“ als Resonator eingelassen über dessen „Bisquit“ mit einem Steg aus Holz die Saiten laufen. Der runde Hals, hier aus Ahorn gefertigt, ist mit dem Korpus verschraubt und hochglänzend lackiert. Der Hals-Korpusübergang befindet sich am 14. Bund. Das Griffbett ist aus Palisander gefertigt, auf dem Dot-Inlays die Lagen markieren, 19 Bünde bieten dem Musiker Raum zur Entfaltung. An der Oberseite des Halses ist eine schlichte Kopfplatte aus Ahorn, die Schwarz lackiert ist und zu deren Seiten jeweils drei geschlossene Mechaniken gereiht sind. Die Mitte der Kopfplatte ziert das berühmte „Dobro“-Label.

Zu den bekanntesten Resonator-Gitarren-Spielern gehören - oder gehörten - Bob Brozman, Mike Auldridge, Jerry Douglas und Chris Whitley.

Technischer Zustand

Die Gitarre ist nicht viel gespielt worden. Die Mechanik der A-Saiten habe ich ausgewechselt. Sie besticht durch einen warmen, druchdringenden Dobro-Ton.