Hofner Club 50

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Details

1959: Ein gewisser Elvis Presley leistet gerade im hessischen Friedberg seinen Militärdienst ab, Buddy Hollys Karriere findet durch einen Flugzeugabsturz ein tragisches Ende, während Cliff Richard und seine Shadows die britischen Charts dominieren.

Im gleichen Jahr entsteht beim deutschen Traditionsunternehmen Höfner, 1887 in Schönbach vom Geigenbaumeister Karl Höfner gegründet, diese Gitarre. Die Seriennummer 966 weist ihr das Baujahr 1959 zu. Wie ihre kleine Schwester, die Club 40 (ein Pickup) ist die hier vorliegende Club 50 (zwei Pickups, später gefolgt von der Deluxe-Version Club 60) ein elektrisches , semiakutisches Modell mit gewölbter Fichten-Decke, sowie Zargen und Boden aus geflammten Ahorn gefertigt. Das Instrument ist einem venezianischen Cutaway ausgestattet und hat eine vergleichsweise schmale Zargentiefe. Das Instrument ist seinerzeit in zwei Lackierungen erhältlich, in „brunette“ oder dem hier gezeigten „blonde“. Das schön geformte Schlagbrett ist aus herrlich rötlichem Tortoise gefertigt.

Der Hals besteht aus dreischichtig verleimten Ahorn und trägt ein Griffbrett aus Palisander, dessen Dot-Inlays dem Spieler Orientierung bieten. Während der Hals ohne ein Binding auskommen muss, wird der Korpus von einem schwarzen Kunststoff-Binding umrahmt. Die geschwungene Kopfplatte wird vom eingefassten Firmenlogo geziert. Die originalen Mechaniken tragen schöne, weiße Knöpfchen.

Das Instrument ist mit zwei Höfner 510 Single Coils bestückt, gerne auch „black bars“ oder „toasters“ genannt. Ab 1958 sind die Regelelemente - zwei Potis und drei Schieberegler, ähnlich dem 500/1 „Paul McCartney-Bass“ - auf einer Kunststoff-Platte montiert. Die Saiten werden von einer schlichten, aber funktionalen Saitenhalterung justiert. 1963 wird die Produktion dieses Models, das seine größte Beliebtheit in der Ära  des Beat Booms hatte, schließlich eingestellt. Unnötig zu erwähnen, dass John Lennon ein prominenter Besitzer einer Club 40 war.

Anmerkungen des letzten Besitzers: „Die Gitarre habe ich in London um 1990 gekauft, von einer alten Dame in der Vorstadt. Die hatte in der Zeitschrift 'Loot' inseriert. Sie hatte mit ihrem Mann in den 50ern und 60ern in einer Country & Western-Band gespielt. Der Ehemann hatte die Saitenlage und die Höhe der Pickups für sie fixiert, und auch alles über einen Poti geregelt. Der Mann ist verstorben. Sie hat die Gitarre verkauft. Ich habe die Gitarre wieder auf Originalzustand zurücksetzen lassen. Club-Gitarren waren die Top Europaischen E-Gitarren in Großbritannien der 50er Jahre, wo man kaum US-Ware bekam. John Lennon hatte eine, und es gibt Photos von Paul McCartney mit einer Club auf dem Dom in Hamburg. Ein Klassiker.“

Technischer Zustand

Der Hals ist Kerzengerade. Er wurde in London mit neuen Bünden überarbeitet und wieder eingeleimt.
Jemand hat Side-Dots angebracht.
Die Elektronik habe ich gegen eine jüngere, aber originale, getauscht.
Angeschlossen ist diese Gitarre eine Offenbarung! Die Pickups sind fett und dynamisch wie alte P90.
Das Loch vom zusätzlichen Poti ist mit Rundstab geschlossen worden.
Es sind noch die originalen Gurthalter montiert - leider ohne Gurt.
Am Originalkoffer ist der Ledergriff an der Seite lose.
Prima erhalten diese Player und sehr preiswert!